Zertifizierung

Fachkraft für Interventionelle Radiologie

Das Spektrum interventionell bildgesteuerter Eingriffe mit Anwendung in fast allen Körperregionen ist komplexer geworden und wird immer umfangreicher. Dazu finden mittlerweile alle bildgebenden Modalitäten praktische Anwendung. Durch die zunehmende Komplexität steigen die Anforderungen an Planung, Vorbereitung, Durchführung oder Nachbereitung. Auch die Ansprüche an ein gut abgestimmtes Team wachsen dadurch. Daher bietet die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Technolog:innen für Radiologie (DGMTR) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie (DeGIR) Fachkraftkurse für interventionelle Radiologie in drei Modulen an.

Inhalte

Modul 1 beinhaltet Strahlenschutz und die Indikation und Durchführung von Interventionen. In Modul 2 lernen die Teilnehmer:innen Details zu Hygienevorschriften, gesetzlichen Grundlagen und Personal. Leitlinien, Komplikation und Dokumentation in der interventionellen Radiologie werden in Modul 3 vermittelt.

Ziel

Das Ziel dieser Zertifizierung liegt darin, das technische und medizinische Wissen zu vermitteln, das MTR für die Vorbereitung, Durchführung und Nachsorge von Interventionen benötigen. Weiterhin sollen bereits bestehende Kenntnisse vertieft werden.

Informationen zum Download

Alle Termine finden Sie in unserem Veranstaltungskalender. Weitere Veranstaltungen finden Sie bei der Akademie für Fort- und Weiterbildung, wo Sie zielgerichtet nach Angeboten für MTR filtern können.

Erneuerung der Zertifizierung „Fachkraft für interventionelle Radiologie“ (Rezertifizierung)

Innerhalb von fünf Jahren müssen gezielte Fortbildungen im Bereich der Intervention nachgewiesen werden (30 CME Punkte). Dies kann nicht nur über die Teilnahme an speziellen Kursen, sondern auch z.B. über die Teilnahme an Vorträgen zu interventionellen Themen auf Kongressen, als auch über Fachliteratur z.B. Radiopraxis und über Fortbildungen der DGMTR/DRG Onlineakademie oder conrad, der interaktiven Lehr- und Lernplattform der DRG, erfolgen. Nachweise können über TN-Bescheinigungen erfolgen oder über die Übersichtsliste der Akademie für Fort- und Weiterbildung in der Radiologie.

Maximal 15 CME Punkte können auch durch den Nachweis praktischer Erfahrungen (Teilnahme an interventionellen Untersuchungen, 5 Untersuchungen = 1 CME-Punkt) erlangt werden. Der Nachweis kann entweder durch Bestätigung des Leiters der Einrichtung erfolgen, als auch durch Nachweis über die DeGIR Qualitätssoftware oder Nachweis aus dem RIS – System der Einrichtung. Dies gilt analog für Hospitationen in Zertifizierten DeGIR – Zentren.

Nach fünf Jahren muss eine Aktualisierung des Zertifikats bei der DGMTR mit dem Nachweis der CME Punkte beantragt werden.

Übergangsregelung Pandemiebedingt wird die Zeit für die Aktualisierung auf sieben Jahre verlängert. Diese Regelung gilt bis Ende 2024.